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Gde. Karsbach-, Main-Spessart-Kr., Bayern
Entstanden ist die Ganerbenburg 1332, zerstört wurde sie 1525. |
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| Grundriß in: Kunstdkm. v. Bayern, Unterfrk., Bd. 20, S.98 | ||||
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![]() Graben |
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![]() Tor |
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Der Kampf des Fränkischen Adels gegen die Abtei Fulda und das Fürstbistum Würzburg
Der Adel hatte um 1400 starke Einbußen an Macht und Geltung erlitten. Die alten Geschlechter schlossen sich zu Ritterbünden zusammen, die im süddeutschen Bereich drei Kreise bildeten, den fränkischen, schwäbischen und rheinischen. Diese Kreise zerfielen in Kantone, der in unserem Gebiet nannte sich >Rhön-Werra<. Die einzelnen Geschlechter waren zwar ihre eigenen Herren auf ihrem Grund und Boden und Gerichtsherren ihrer Untertanen, die Landesherren waren jedoch die Fürstäbte von Fulda und die Fürstbischöfe von Würzburg. Kein Wunder, daß zwischen dem alten Adel und den >neuen Herren< dauernd Streitigkeiten entstanden. Von den 350 Adelsfamilien des alten Buchonien existiert das Geschlecht der von Thüngen bis auf den heutigen Tag. Ihr Stammsitz war Thüngen an der Wern, während später Besitzungen in Burgsinn, Weißenbach, Roßbach und Zeitlofs dazukamen, wo auch heute noch die Nachkommen dieses alten Geschlechtes ansässig sind. Um 1546 schrieb der Geheimschreiber mehrerer Fürstbischöfe, Magister Lorenz Fries, eine Würzburger Chronik: .Geschichte, Namen, Geschlecht, Leben, Thaten und Absterben der Bischöfe von Würzburg und Herzöge von Franken, auch was während der Regierung jedes einzelnen derselben Merkwürdiges sich ereignet hat, verfaßt von Magister Lorenz Fries, aus Mergentheim, fürstlich würzburgischer Rath und Geheimschreiber.« Unter diesen >Merkwürdigkeiten< nimmt die Beschreibung der Streitigkeiten zwischen den von Thüngen und den fürstbischöflichen Landesherren einen größeren Raum ein.
1393 Die Edlen von Thüngen werden vom Bischof als Verletzer des Landfriedens verklagt
1416 Die Herren von Thüngen leisten dem Bischof gegen die Stadt Meiningen Hilfe
1438 Bischof Johann belagert den Reußenberg vergebens