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Latitude: 49°55'3.72" Longitude: 9°12'46.8" Die Altenburg ist eine prähistorische Befestigungsanlage im Spessart zwischen den Ortschaften Soden und Ebersbach auf der Kuppe des Schlossbergs. In Ost-West-Richtung ist sie 365 Meter lang, und in Nord-Süd-Richtung 180 Meter breit. Heute ist noch ein doppelter Ringwall zu erkennen, der das Gipfelplateau des Berges umgibt. Geschichte
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde das Bauwerk durch den Abbruch von Steinen, die für Bauvorhaben in den umliegenden Ortschaften benötigt wurden, stark in Mitleidenschaft gezogen. Besonders die Reste des viereckigen Turms auf der Ostseite wurden vollständig abgetragen. Zu Zeiten des Königreichs Bayern wurde das Bauwerk noch in die Urnenfelderkultur um 1000 vor Christus datiert. Spätere Ansätze sprachen für eine Nutzung der Anlage als Fliehburg im frühen Mittelalter.[2]
In den Jahren 2008 und 2009 führte das Archäologische Spessartprojekt (ASP) Ausgrabungen auf dem Gelände der Altenburg durch. Ziel der Grabungen war, festzustellen, wie alt die Anlage ist, welche Nutzungsphasen nachweisbar sind und wie die imposanten Ringwälle ursprünglich konstruiert waren.
Archäologisch nachweisbar sind folgende Phasen:Das Gelände der Altenburg ist sehr stark gestört durch die erwähnten Steinbrucharbeiten im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Raubgräber und Schatzsucher sowie die Manöver der US-Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies erschwert die archäologische Untersuchung der Anlage bzw. macht sie stellenweise unmöglich. Über eine Innenbebauung lassen sich daher keine Aussagen treffen.
Festzuhalten ist, dass die Altenburg in der Zeit um etwa 600-450 v. Chr. eine keltische Befestigungsanlage war, die vermutlich die Handelswege in der Region kontrollieren sollte und durch ihre exponierte Lage sicherlich auch repräsentativen Zwecken diente.