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Nur noch klägliche Reste zeugen von der Existenz der einstigen Trutzbrug, die den Ort Laudenbach überragt. Jahrhundertelang diente sie den Herrschern als Residenz. Erstmals verbucht ist ihr Dasein im 13. Jahrhundert, doch mit Sicherheit ist die Burg Laudenbach erheblich älter. 1291 jedenfalls verkaufte sie die damalige Burgherrin, Elisabeth von Hohenlohe, an ihren Schwager von Schlüsselberg und dessen Gemahlin, Mechtildis von Wertheim. Durch die Heirat des Grafen Heinrich von Henneberg mit Kunigunde von Wertheim gelangten Schloß und Dorf danach in dessen Besitz. Doch schon 1331 gab Graf Poppo von Henneberg beides als Unterpfand den Grafen Ludwig von Rieneck und Rudolf von Wertheim weiter. 1359 verkaufte Berthold Graf von Henneberg die Burg mit allem Zubehör an seinen Onkel, den Grafen Eberhard von Wertheim. Im Jahr 1466 wechselten Ort und Burg erneut den Eigentümer; die Voite von Rieneck waren es von nun an.
Im Bauernkrieg von 1525 kam das Ende der Burg Laudenbach. Aufständische aus Laudenbach schlossen sich dem Haufen der Bauern an, die sich bei Erlabrunn versammelten, um die Herrschaft der verhaßten Fürsten abzuschütteln. Die Herren von Burg Laudenbach hatten sich jedoch rechtzeitig davongemacht: Als aus dem Hauptlager der Bauern in Heidingsfeld der Befehl kam, die Schlösser zu zerstören, wurde auch die Burg bei Laudenbach in Brand gesetzt. Doch die erträumte Freiheit der Bauern ließ noch lange auf sich warten. Durch Mangel an geeigneten Führungskräften wie auch fehlendem Kampfgeschick und schlechter Ausrüstung waren die aufständigen Bauern den Herrschenden hoffnungslos unterlegen. In einem blutigen Gemetzel ließen über 10000 Bauern im Süden Deutschlands ihr Leben.
Auch in Laudenbach setzte sich die Knechtschaft der Überlebenden fort. Anstelle der zerstörten Burg wurden sie gezwungen, in Fronarbeit das Renaissance-Schlößchen als neuen Wohnsitz der Herrscher zu errichten, das noch heute dem Ort seine historische Prägung gibt.