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Die einstige, mächtige Burg Collenberg liegt in der Nähe der Ortschaft Fechenbach im fränkischen Kreis Miltenberg. Heute sind noch zahlreiche Reste, Mauern und Türme der einstigen Burg vorhanden. So weit man heute recherchieren kann, wurde Collenberg nie zerstört und, das ist eine Rarität, nie als Steinbruch benutzt.
Die hohe Ringmauer ist so gut wie komplett und in beachtlicher Höhe vorhanden. Die Mauern zwischen den Türmen allerdings sind stark abgebrochen, auch Teile der Türme sind nur noch als Fragmente vorhanden (Warnung bei der Begehung). Die Ruine besteht aus einer Oberburg mit Treppen- und Wohnhaus sowie einem Wehrturm, und einer Unterburg mit Zwingern und einigen Nebengebäuden.
Nur relativ wenig ist über die wechselvolle Geschichte der Burg bekannt. Obwohl 1204 erstmals erwähnt, kann man davon ausgehen, dass der Bau bereits gegen 1190 fertiggestellt war. 1290 kommt die Burg in den Besitz der Herren Rüd von Collenberg, deren Nachfahren noch heute in Bödigheim (Baden- Würtenberg) leben.
1474 heiratete Suzanna Rüd von Collberg einen Friedrich von Dorfelden, Herr des Bornheimer Berges. In der Folge wurde die Burg erweitert.
Bis 1635 bleibt die Burg im Besitz der Rüd von Collenberg, geht aber danach an die Stadt Mainz über, die die Burg zuerst als Kurpfalz, dann als Kurmainzer Amtssitz verwendet.
1720 weist eine Miltenberger Chronik die Burg als nur von einem Jäger bewohnt aus. Bereits 1750 wird die Burg als ruinös bezeichnet,obwohl immer noch im Besitz der Mainzer. Ab ungefähr 1790 ist Collberg nicht mehr bewohnt und dem weiteren Verfall preisgegeben.
Quellen:
Prof. Dr. Rolf Sprandel, Gabriele Enders, Die Rüd von Collenberg im Spätmittelalter, Publikationen der Geschichte Bayerns
Helga Möhring-Müller, Die Burgen des Hochstifts Würzburg im Mittelalter, Publikationen der Geschichte Bayerns
http://www.burgenwelt.de/collen/bisc.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Collenburg