Ruine Heidelsburg

Gemeinde: Waldfischbach-Burgalben
Landkreis:  
Grundriß in:  
Erbaut: 4. Jhdt.

Einerseits handelt es sich – wie der Name sagt – um eine Burg, andererseits wird die Heidelsburg als das älteste Forstamt Deutschlands bezeichnet. Um 1600 wird die Anlage in einer Beschreibung des Amtes Waldfischbach erwähnt. Zu sehen sind noch ein aus riesigen Quadern erbauter Torbau (ca. 3 m hoch), ein von Felsen begrenzter Eingang, ein großer (Brunnen?-)Schacht (ca. 3 x 4 m und ca. 4 m tief). Der Fund von römischen Bronzemünzen lässt darauf schließen, dass die Anlage vor 350 n. Chr. von den Römern errichtet wurde, vermutlich zum Schutz einer dort vorbeiführenden Römerstraße. Bei einer Inschrift in einer Schildmauer wurde bei einem Namen der lateinische Zusatz „Saltuarius“ (Waldverwalter) verwendet, weshalb man davon ausgeht, dass es auf der Heidelsburg einen römischen Forstbeamten gab und demzufolge die Heidelsburg der Verwaltungssitz eines römischen Forstamts war. Zudem wurden Grabdenkmäler entdeckt, die Männer mit einer Axt zeigen (Nachbildung am östlichen Zugang zur Ruine). Bei Ausgrabungen hat man eine solche eiserne Axt sowie weitere Holzbearbeitungswerkzeuge gefunden. Von daher muss bereits zu römischen Zeiten eine intensive Holzverarbeitung erfolgt sein. Der Fund von Nabenringen lässt den Schluss zu, dass es Wägen gab, mit denen das Holz transportiert worden sein könnte. Anfahrt: Von Waldfischbach-Burgalben auf der Kreisstraße 32 Richtung Leimen fahren, nach ca. 2 km links bergan.


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