Ruine Gräfenstein
| Gemeinde: |
Merzalben |
| Landkreis: |
Pirmasens |
| Grundriß in: |
Dehio, Rheinland-Pfalz, S. 566 |
| Erbaut: |
um 1200 |
Lage: Schloßberg östlich von Merzalben, 411 m.ü.d.M., größte
Länge 80 m, größte Breite 60 m
Besonderheit: einziger 7-eckiger Bergfried in Deutschland
Der Gräfenstein auch "Merzalber Schloß" genannt kann als
ein "Juwel" aus der Stauferzeit bezeichnet werden, denn die
noch sehr gut erhaltene Wehranlage ist ein ausgezeichnetes Beispiel
romanischen Burgenbaus.
Die Kernanlage (Palas und Bergfried) wurde vermutlich Ende des 12.
Jhdts auf einem 12 m hohen ovalen Felsplateau erbaut.
Sie wurde 1237 in einer Teilungsurkunde der Grafen von Leiningen erstmals
erwähnt.
Die Vorburg stammt aus dem 13. Jhdt..
Die Burg wurde mehrfach umgebaut.
1525 wurde sie vom "Elsässer Kolbenhaufen" zerstört.
1535 kam die Burg und Herrschaft in den Besitz des Pfalzgrafen von
Zweibrücken-Veldenz, der die Burg wieder aufbauen ließ und als
Wohnsitz wählte.
1570 ging die Burg an die Markgrafen von Baden.
1635 wurde sie entgültig zerstört. Der Sitz des Verwalters wurde nach
Rodalben verlegt.
1711 bis zur Französichen Revolution blieb der Gräfensten im Besitz
der Markgrafschaft von Baden-Durlach.
Heute ist die Ruine Staatseigentum. 1985/86 erfolgte ein umfassende und
aufwendige Restaurierung durch das Land Rheinland-Pfalz.
Die ca 9 m hohe Ringmauer ist um 2 m dick, die der Vorburg 1,5 m.
Der Bergfried mit den Hauptmaßen 6 * 7,5 m und verstärkter Spitze besitzt
den sehr seltenen sechseckigen Grundriß. Er hat 16 m Höhe und einen
Hocheingang bei 7 m.
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