Wolfsberg, Fränkische Schweiz


Gemeinde: Obertrubach
Landkreis: Forchheim
Grundriß in: Kunstdkm. v. Bayern, Oberfrk., Bd. 1, S.580
Erbaut: Mitte 12. Jhdt.


Panorama

Bergfried

1388 wird sie zerstört und wiederhergestellt, desgleichen 1525
1633 wurde sie entgültig zerstört.
Die Burg Wolfsberg dürfte vermutlich um die Mitte des 12. Jahrhunderts enstanden sein. Dies könnte auch schon der Name andeuten, da viele Burgnamen in der Zusammensetzung mit ritterlichen Symbolfiguren und der Endung "berg", "-fels" oder "-stein" in etwa auf diese Erbauungszeit hinweisen.
Im Jahre 1169 benannte sich zum ersten Mal ein adeliger Ritter nach Wolfsberg. Es war Gozpold de Wolvesperch, der dem adelfreien Geschlecht derer von Gößweinstein entstammte.
Um 1240 ging die Burg vermutlich durch Heirat dann in den Besitz des Eberhard von Stein über.
1320/22 nennt sich ein Konrad Graf nach Wolfsberg.
Nach dessen Tod um 1333 dürfte Wolfsberg dann durch Kauf an die Herren von Egloffstein gekommen sein. 1358 ist ein Siboto von Egloffstein dann erstmals als Inhaber der Burg urkundlich nachgewiesen.
1383, oder schon etwas früher, ging die Burg Wolfsberg, wie viele andere Burgen, in den Besitz des Hochstifts Bamberg über und wurde Sitz eines kleinen bischöflichen Amtes.
Während des Süddeutschen Städtekrieges (1377 - 1389) wurde auch die Burg Wolfsberg eingenommen. Es entstanden erhebliche Gebäudeschäden. 1408 begann der schrittweise Wiederaufbau.
Während des Bauernkrieges 1525 wurde die Burg erneut schwer zerstört. Erst nach 18 Jahren begann eine erneute Instandsetzung durch Philipp von Egloffstein zu Wannbach.
Im Jahre 1609 kam die Veste, die bereits in ziemlich schlechtem Zustand war an das Hochstift zurück, blieb unbewohnt und verfiel immer mehr.
Ab 1657 diente die Oberburg als sogenannter Getreidekasten.
Die Wolfsberger Burg hatte weiter unter den Einflüssen des 30-jährigen Krieges zu leiden, ebenfalls um 1631/32 als Schweden durch das Trubachtal zogen, schließlich auch noch im Französich-Österreichischen Krieg 1796/97.
Der Getreidespeicher im Schloßbau der Oberburg existierte noch bis 1812. Dann brauchte man ihn nicht mehr, und die bayerische Regierung schrieb deshalb das Gebäude zum Verkauf aus. Aber erst 1823 fand sich mit dem Steinmetz Johann Kaspar Müller aus Bronn ein Erwerber. Der Kaufpreis betrug 75 Gulden. Der Verfall ging aber weiter, so daß im Jahre 1883 verschieden Mauerteile infolge Einsturzgefahr abgetragen werden mußten. Gleichzeitig begann aber auch die erste Sanierung, deren Kosten vom bayrischen Staat getragen wurden.
Eine aufwendig Sanierung fand dann zwischen 1985 und 1987 durch die Gemeinde Obertrubach statt,der für das zwischenzeitlich herrenlose Grundstück die Versicherungspflicht oblag. Mit Unterstützung des Freistaates Bayern, des Landesamtes für Denkmalpflege und des Straßenbauamtes Bamberg konnte mit umfangreichen Sicherungsmaßnahmen im Umfang von ca. 500.000DM vor allem den darunterliegenden Gebäuden mehr Schutz geboten werden.
Die Burg Wolfsberg gliedert sich in zwei Teile, die noch heute deutlich zu unterscheiden sind, in eine Oberburg auf dem langgestreckten, schmalen Felsrücken und in eine Unterburg auf der westlich anschließenden, wesentlich tiefer gelegenen Einsattelung. Der Anordung der einzelnen Gebäudeteile kann dem nachstehenden Rekonstruktionsversuch entnommen werden.
Unmittelbar an der Straße nach Wolfsberg befinden sich zwei weitere Gebäudeteile. Der Burgkeller - eine eiserne Gittertür erlaubt einen Blick in die gewölbten Kellerräume sowie der sogenannte burgbrunnen, in dem sich nach lang anhaltenden Regenfällen immer noch Wasser in der Brunnenstube sammeln kann. Wiederum unter der Regie der Gemeinde Obertrubach und der Mithilfe der Ortsgruppe Wolfsberg des Fränkische-Schweiz-Vereins fand 1996 eine Entbuschungs- und Baumfällaktion statt, um den Blick auf die wunderschön gelegene Burgruine, aber auch von dieser aus in das herrliche Trubachtal nicht zu beeinträchtigen. Anno 1997, Gemeinde Trubach


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