| Gemeinde: | Coburg |
| Landkreis: | Coburg |
| Grundriß in: | |
| Erbaut: | 1225 erstmals erwähnt |
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| Abmessung des Burgplateaus |
ca. 260 m x 135 m |
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Maße des inneren Bergrings |
ca. 250 m x 110 m (Umfang ca. 700 m) |
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Burgfläche |
ca. 25.000 m² |
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Geschoßflächen |
ca. 20.000 m² |
Dachflächen |
ca. 10.000 m² |
Mauerstärken |
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Hohes Haus |
> 1,8 m |
Fürstenbau |
> 1,2 m |
Ringmauer |
> 6,5 m |
Abmessung der zweistöckigen |
Länge 40 m |
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Durchmesser 13 m Mauerstärke 5 m Höhe ca. 25-30 m ca. 40 m ca. 31 m ca. 30 m 12 m 11 m 12 m 1863 312 m 727 236 |
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Wichtige Ereignisse rund um die Veste Coburg
| 1056 | Die polnische Königin Richeza, Tochter Kaiser Ottos II., übereignet ihre Saalfelder und Coburger Güter ihrem Bruder, dem Erzbischof Hermann von Köln. | |
| 1075 | Auf dem Coberg wird eine Peter-und-Paul-Kirche urkundlich erwähnt. | |
| 1126 | In einer Bulle des Papstes Honorius II. ist von einem "mons coburg" die Rede. | |
| 1225 | Erstmals taucht in der Übersetzung einer Urkunde die Bezeichnung "sloss" in Zusammenhang mit Coburg auf. | |
| 1248 | Der letzte Meranier mit coburgischem Landbesitz wird ermordet. Ihm folgen die hochfreien Grafen von Henneberg. | |
| 1353 | Die Veste fällt im Erbgang an den Markgrafen Friedrich den Strengen von Meißen (1332-1381) aus dem Hause Wettin. | |
| 1387 | Die Veste wird unter anderem durch Apel Fuchs, Anton von Bibra und durch die Schaumburger erfolglos belagert. Der auferlegte Schadensersatz wird zum weiteren Ausbau der Veste verwendet. | |
| 1395 | Erneut wird die Veste ohne Erfolg durch die gleiche Koalition wie 1387 zusammen mit dem Bischof von Würzburg belagert. | |
| 1430 | Unter dem Eindruck der Hussitenkriege erfolgt Ausbau und Verstärkung der Veste. | |
| 1451 | Herzog Wilhelm der Tapfere von Sachsen hatte die Veste für 42.000 Gulden an Apel Vitztum verpfändet, der die Rückgabe verweigerte. Erst nach langer Belagerung durch den Herzog konnte die Burg eingenommen werden. | |
| 1451 | Der Angriff durch Busso Vitztum bleibt erfolglos. | |
| 1485 | Gemeinsam mit den thüringischen Besitzungen geht die Veste Coburg in den Besitz der ernestinischen Linie, der durch Erbteilung nun in zwei Hauptzweige (ernestinischer und albertinischer) gespaltenen Wettiner über. | |
| Um 1500, 1508 - 1509 |
Lucas Cranach d. Ä., seit 1505 Hofmaler des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen, weilt mehrfach auf der Veste und fertigt diverse Graphiken und Malereien an. | |
| Ab ca. 1530 | Mit der Verlegung der Herzogsresidenz in die Ehrenburg (1547) erfolgt der Umbau der multifunktionalen Burg spätmittelalterlichen Gepräges zur Festung. | |
| 1530 | Während der Zeit des Augsburger Reichstags hält sich Martin Luther, der damals unter päpstlichem Bann und in Reichsacht stand, im Schutz der Veste auf (13. April bis 5. Oktober). | |
| 1546 - 1547 | Schmalkaldischer Krieg. | |
| 1581 | Laut Inventar werden 60 Geschütze der Veste sowie Munition durch Kurfürst August von Sachsen "gekauft" und nach Leipzig geschafft. | |
| Ab 1604 | Unter Herzog Johann Casimir werden neue Bestandsinventare an Waffen, Gerät und Räumlichkeiten erstellt, neue Geschütze in Nürnberg gekauft sowie die Festungswerke nach modernsten fortifikatorischen Gesichtspunkten verstärkt. | |
| 1618 - 1648 | Dreißigjähriger Krieg. | |
| 1632 | Auch die Belagerung der Veste Coburg durch kaiserliche und bayerische Truppen unter Wallenstein bleibt erfolglos. Festungskommandant ist der schwedische Obrist Taupadel. Die Angreifer benutzen unter anderem Mörsergranaten, und die Verteidiger wehren sich mit Handgranaten. | |
| 1634 - 1635 | Militärisch unnötig ist die Übergabe der Veste nach erneuter Belagerung durch kaiserliche Truppen. Bei den Kämpfen sollen die Verteidiger Sturmtöpfe (mit gepulvertem ungelöschtem Kalk gefüllte Gefäße), Fußangeln, Handgranaten, steinerne Kugeln zum Werfen sowie Pechkränze eingesetzt haben. | |
| ca. 1700 | Der fortifikatorische Ausbau der Veste Coburg endet. | |
| 1782 - 1860 | Das Hohe Haus (Zeughaus) wird als Gefängnis genutzt. | |
| 1797 - 1838 | Der Graben und der Gegenwall werden eingeebnet. | |
| 1802 | Die Festungskanonen (ca. 27.000 kg Metallgewicht) werden nach Nürnberg verkauft. | |
| 1838 - 1860 | Die inzwischen recht verfallene Veste wird zur Schaffung von Wohn- und Museumsräumen unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1784-1844) wiederhergestellt. Für die Umgestaltung der Veste im neugotischen Stil wird der Nürnberger Architekt Heideloff engagiert. | |
| 1906 - 1924 | Durch den Burgenfachmann und Architekten Bodo Ebhardt wird die Veste erneut umgebaut und restauriert. | |
| 1945 | Im Zweiten Weltkrieg erleidet die Veste schwere Bau- und Sachschäden durch Artilleriebeschuß. | |
| Ab 1946 | Es werden Instandsetzungs-, Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten unter der Leitung der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen durchgeführt. |