| Gemeinde: | Aufseß |
| Landkreis: | Bayreuth |
| Grundriß in: | |
| Erbaut: | 12. Jhdt. |
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Die Burg Unteraufseß, Stammschloß der Freiherren von und zu Aufseß im oberen Aufseßtal, erhebt sich auf einem Felskegel über dem Ort.
In ältester Zeit war die Burg Aufseß eine der wehrhaftesten Burgen in der Fränkischen Schweiz. Sie war in sieben Hauptgebäude aufgeteilt und galt als Zufluchtsort. Die Herren von Aufseß hatten ausgedehnte Besitzungen. Urkundlich sind festgestellt gegen 50 Burgen und Schlösser, 43 Dörfer und Weiler sowie die Burgen Freienfels, Neuhaus, Wüstenstein, Kainach, Weiher und Neidenstein.
1007 Beim Einzug Kaiser Heinrichs II. soll ein Ritter von Aufseß dabei gewesen sein
1114 erste urkundliche Erwähnung eines "Herolt de Uffsaze", Delegierter beim Bischof von Bamberg
1431 zur Zeit des Bamberger Fürstbischofs Fritz von Aufseß kommen die Hussiten ins Land und die Burg Aufseß
ging fast ganz in Flammen auf, wie Hollfeld, Pottenstein, Waischenfeld und Ebermannstadt.
1525 brannten aufständische Bauern die Stammburg ebenfalls nieder
1632 im Dreißigjährigen Krieg vernichteten die Kroaten nicht nur die Burg sondern auch die Kirche und den Ort
vollständig
Der wohl bekanntestete Vertreter Aufseß' ist Hans von und zu Aufseß, der Gründer des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.
Der Dichter Joseph Victor von Scheffel erwähnt das Dorf Aufseß im Liederzyklus Exodus cantorum, in dem er die „Rose auf blauem Schilde“ grüßt: