| Gemeinde: | Bamberg |
| Landkreis: | Bamberg |
| Grundriß in: | Krahe |
| Erbaut: | 1109 erstmalig urkundlich erwähnt |
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Die Altenburg hieß urspünglich Burg Babenberg und war die Stammburg
der Grafen von Babenberg. Sie diente zunächst
als Fliehburg
und von 1305 bis 1553 als Residenz
der Bamberger Fürstbischöfe.
Im Zweiten
Markgrafenkrieg von 1553 wurde die Burg durch das Kriegsheer des
Markgrafen Albrecht
Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach
bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Die Altenburg liegt oberhalb des Altstadtzentrums von Bamberg auf der
mit 386 m höchsten Erhebung im Umkreis - der Räthkuppe. Die Aussicht
von allen Punkten der Burg ist umwerfend. Die Umfassungsmauern sind im
15. Jh. festungsmäßig verstärkt worden.
Man betritt die Anlage über
eine Steinbrücke, den Halsgraben und durch das Tonnengewölbe des
Torhauses kommend. Sofort baut sich der mächtige, runde Bergfried mit
anliegendem Treppenturm vor dem Auge des Besuchers auf. Links von ihm in
der Mitte des Burghofes steht der im Stil eines neugotischen
Herrenhauses 1902 erbaute Palas. An seiner Stelle stand vorher die
Wohnburg der Fürstbischöfe von Bamberg. Rechts vom Torhaus befindet
sich in der ehemaligen Torwächterstube die Burgkapelle. Dahinter wurde
das Burgrestaurant angebaut. Von West nach Ost verläuft vom Süd-Westturm
ausgehend und über einen weiteren Wehrturm eine sehr gut erhaltene
Wehrmauer mit überdachtem Gang. Zu Füßen des Süd-Westturmes, der
heute als Aussichtsplattform dient, befand sich bis 1986 ein Bärengehege.
Es wurde abgerissen, als der letzte Bär gestorben war. Ein Schild weist
noch darauf hin. Auf der Nordseite der Burg befinden sich ebenfalls ein
Scharwart- und ein Wehrturm im Verlauf des Berings. Letzterer wird
Hoffmann-Klause genannt. E.T.U. Herr Hoffmann war ein Romantiker des 19.
Jh. und lebte für einige Zeit in dem Turm. Dessen Freund, der Bamberg
Arzt Adalbert Friedrich Marcus erwarb die Burg 1801 und ließ die Anlage
umfassend renovieren. Ihm verdanken wir den Erhalt dieses schönen
Kulturgutes. Sein Nachfolger, Anton von Greifensteins, gründete 1818
den Verein zur Erhaltung der Festung, eine Bürgerinitiative, die noch
heute besteht und sich um den Pflege der altehrwürdigen Mauern kümmert.